Aktuell stehen wir auf der Schwelle vom schönen Plan zur Umsetzung.
Nach Monaten der Aufbauzeit, die besonders intensiv von HyperWerk und dem Studiengang für Architektur der Berner Fachhochschule getragen wurde, sehen wir uns Anfang Mai, zum Zeitpunkt der Formulierung dieses Textes, einem an allen Ecken und Enden frisch spriessenden Plexwerk gegenüber.
Unser Vorhaben gewinnt an Partnern und Bahnhöfen, an Identität und Zuversicht. Immer wieder staunen wir darüber, wie weit wir doch eigentlich schon gekommen sind, denn natürlich erlebt man die eigene Geschwindigkeit kaum; solch ein Prozess ist vielleicht vergleichbar mit einer geruhsamen Bootsfahrt auf raschem Fluss, wo man auch immer wieder staunen kann, welche Strecke man doch schon zurückgelegt hat.
Mit der BLS und der SBB haben wir zwei schweizerische Bahngesellschaften als Projektpartner gewinnen können, und drei der sieben nationalen Fachhochschulen beteiligen sich bereits an Plexwerk. Ebenfalls hat uns ein einziger Auftritt auf einem europäischen Bildungskongress Forschungszusagen von Hochschulen aus fünf europäischen Ländern eingebracht.
Etliche untereinander verwobene Forschungsprojekte werden gegenwärtig zwischen den Partnern formuliert, die sich gegenseitig zu unterstützen vermögen. Einerseits geht es dabei um die weitere Verfeinerung der Methodik zur gesamtheitlichen Beurteilung des Potenzials spezifischer Bahnhofssituationen, andererseits um Konzepte zur Bespielung von Bahnhöfen mit spektakulären Inszenierungen einer innovativen, nachhaltigen Produktionsrealität für europäische Verhältnisse. Die strategische Absicht dieser Forschungsoffensive besteht darin, ausreichend Dynamik auszulösen, um möglichst mit mindestens fünf regionalen Plexwerk-Clustern parallel zu starten und so die schwierig zu erzeugende Qualität eines vernetzten Vorgehens zu erfahren.
Achtzehn angehende ArchitektInnen der BFH und ein Dutzend Diplomierende aus dem HyperWerk haben sich lange Monate intensiv mit dem Potenzial von Plexwerk auseinandergesetzt. Wir sind uns ziemlich sicher, dass einige dieser Vorhaben sich in Plexwerk ansiedeln werden, sobald wir erste Durchbrüche geschafft haben.
