was wird aus Plexwerk ?

Sicherlich ein starker Auftritt im Bahnhofsbuffet von Göschenen und eine überzeugende Diplomausstellung.

Ausserdem erhoffen wir uns einiges von unserem Hauptpartner BFH-AHB, wo der Studiengang Architektur seine Forschungsmethodik zur Potenzialabklärung anwendet. Dies geschieht in vier Phasen:

P1: System, Bahnhof als Objekt, Analyse an mehreren Orten;
P2: Bahnhof im Kontext, Test an drei Orten mit spezifizierter thematischer Ausrichtung und realen Auftraggebern;
P3: Bespielung eines Ortes;
P4: Thesis und Spin-off.

Zu P1 wurden vor allem in den Metropolregionen Basel und Bern Untersuchungen gemacht – diese dienen als Konzeptgrundlage. P2 ist die Umsetzung der in P1gewonnenen Erkenntnisse an folgenden Standorten: Basel St. Johann (Kantensprung), Mürren (Jungfraubahnen), Thurnen bei Bern (BLS). Daraus sollen Modelle geschaffen werden, die in P3 und P4 konkretisiert werden.

Auf der Basis dieser Argumentationsformen sowie durch die sich daraus ergebenden Strukturen, Partnerschaften und Auftritte wird Glaubwürdigkeit bei Wirtschaftsförderstellen, Stiftungen und Bahngesellschaften erreicht, um die Umnutzung leerstehender Bahngebäude als Projekt zu wagen.

Plexwerk geht von der Überzeugung aus, dass gerade Start-ups gemeinsam stärker sind als allein – der wirtschaftspolitische Druck wird grösser, die Sichtbarkeit nimmt zu, die Forschung wird abgerundeter und die Medienstory besser. Wie man diesen Netzwerk-Effekt bereits möglichst frühzeitig zum Tragen bringt, stellt gegenwärtig das grösste Problem dar; wir meinen, dass dazu ein strategisches Förderprojekt an Land gezogen werden muss, das den gleichzeitigen Aufbau und während zwei Jahren den Betrieb von fünf Bahnhofsclustern ermöglicht. Langfristig sähen wir gerne zwanzig regionale Cluster am Werk, denn das ergäbe ausreichend Vielfalt und Präsenz, um als dezentrale Landesausstellung und attraktives touristisches Ereignis optimal wahrgenommen zu werden. Und wenn in zwanzig Jahren von all den gestrigen Bildungsinstitutionen der Gegenwart bloss noch eine dezentrale Community im dicht verwobenen Erfahrungsnetz zurückbleiben wird, eine selbstlernende Gemeinde, dann gibt’s vielleicht noch Plexwerk. Das wäre schön.

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