wie kam’s zum Plexwerk?

Gemessen am Reifezustand ist Plexwerk erstaunlich jung.

Dieser Befund relativiert sich ein wenig aufgrund der langen Geschichte unseres Vorläuferprojekts acar2 und erklärt sich aus der Dynamik unseres wichtigsten Projektpartners Ivo Lenherr, der im Frühjahr 08 noch als Architekt bei der SBB gearbeitet und HyperWerk wegen Beleuchtungskonzepten kontaktiert hatte. Vor dem Hintergrund unseres Vorhabens WerkNetz war bald ein gemeinsames Bahnhofsprojekt konzipiert; dann trat Ivo Lenherr eine Forschungsprofessur an der Berner Fachhochschule für Architektur, Holz und Bau an, die dann folgerichtig unser erster institutioneller Plexwerk-Partner wurde.

Im HyperWerk wird Plexwerk vom Dozententrio Catherine Walthard, Andreas Krach und Mischa Schaub geleitet. Der Dieci Benjamin Schmid übernahm so keck wie fähig die interne Projektleitung. In konzentrierten Sitzungen wurde die Absichtserklärung formuliert und den Gestaltern Marius Hügli und Martin Kovakovsky ein Auftrag zur Herstellung der grafischen Identität erteilt. Bereits nach kurzen Wochen legten sie eine tragfähige Lösung vor. Im Januar 09 ist Plexwerk erstmals mit seinen Partnern HyperWerk, SUPSI, BFH-AHB und Plexwerk Jura beim HyperWerk-Open House aufgetreten, wobei alle Partner erste offene Ansätze zeigten. Zeigen konnten wir auch unsere erste Website. Unsere zwölf Plexwerk-Diplomierenden waren schon weiter gekommen als die Rahmeninszenierung und stellten einen eindrücklichen Projektstand vor.

Mitte Februar erhielten wir die Interessensbekundung der SBB, und Ende Mai kam die konkrete Zusage, dass Plexwerk die alte Zollhalle des Basler Bahnhofs St. Johann günstig mieten könne. Seither hat sich der Architekturstudiengang der Berner Fachhochschule unter Ivo Lenherr mit der Entwicklung und prototypischen Anwendung einer Methode zur Einschätzung von Bahnhofspotenzialen befasst.

Unsere Absicht, in den Bahngebäuden einen dezentralen Kreativpark zu etablieren, soll mit Beispielen fassbarer werden. Dazu haben wir mit ISP: Instant Spectacular Production eine Versuchsanordnung formuliert und in Workshops erprobt, was zu einer experimentellen Ladeninszenierung und einer passenden Geschäftsidee geführt hat.

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