• WICHTIG

    Eine Dokumentation aus dem Basler Institut HyperWerk FHNW mit zwölf Diplomarbeiten zu Aspekten von Plexwerk ist soeben erschienen; hier kann man sie finden:
    Plexwerk-Doku.pdf

    plakat_plexwerkgruen
 

die Halle von Plexwerk basel

Plexwerk Basel liegt in idealer Stadtlage, direkt am S-Bahnhof St. Johann, der durch eine zusätzliche direkte Trambahnlinie zwischen Messe Basel und Bahnhof SBB erschlossen ist. Täglich pendeln Tausende der Mitarbeitenden von Basler Firmen vom Bahnhof St. Johann aus ins benachbarte Elsass. Plexwerk ist im neuen Forschungsquartier von Basel gelegen, und die direkte Nachbarschaft zum Campus der Basler Pharmaindustrie hat ein kaufkräftiges, aufgeschlossenes und internationales Umfeld ermöglicht.

3D-Modell der Halle:

zollhalle

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Strukturierter Erlebnisraum

Plexwerk Basel besitzt drei flexibel redimensionierbare Funktionszonen für Arbeit und Aufenthalt, für Verkauf und Ausstellung sowie für Bühnenauftritte und radikale Experimente. Ein vielfältiges und sich gegenseitig ergänzendes Angebot wird in dieser mit einem Spielplan ausgestatteten Halle angestrebt, deren einzelne Zonen oder auch deren Gesamtheit für Events gemietet werden können.

Spuren – eine geschichtliche Recherche

Zollhalle1

Zollhalle2

Zollhalle3

Zollhalle4

Wir werden durch die Vergangenheit geprägt, ziehen Lehren daraus, handeln konditioniert. Vergangenheit kann man riechen – jedes alte Buch hat seinen Geruch, lädt ein, seine Geschichte zu erahnen. Wer hat die Widmung verfasst? Wer hat es schon gelesen?

Wir gehen der Geschichte der alten Zollhalle nach, die durch das hölzerne Innenleben eine «Placebo-Wärme» ausstrahlt. Anstatt anhand der kühlen Hallenluft zu erahnen, was sich im weitläufigen Raum schon alles abgespielt hat, machen wir uns auf in die Martinsgasse, ins Staatsarchiv. Dort wird die Vergangenheit unserer Stadt gehütet, aufgebahrt, in langen Metallgestellen. Doch hütet Euch davor, unverfroren im Alleingang auf die Pirsch zu gehen! Wir sind in der Schweiz! Man muss eines nach dem anderen erledigen. Bürokratie.

Planarchiv steht an der Tür. Wie schön! Das Klopfen an der schweren Tür wird nur während zweier Morgenstunden am Tag erhört.
Wir wünschen einen Lageplan und einen Grundriss von der Halle. Bei den vielen Papieren und Dokumenten, die hier gelagert werden, verwundert es, dass sich die Archivaren noch mehr davon wünschen. Damit keinem Dieb einfällt, hier anzuklopfen… – wir müssen eine Bestätigung des Instituts vorweisen, und Herrn Leu grosszügig Bares in die Hand drücken. Herr Leu betreut das Archiv.

Sandstein unter den Füssen steigen wir die Treppe hoch. Wir treten in die Sammlung ein. In Pink-Panter-Rosa sind die Dokumente archiviert. Neugierig blättern wir in Zeitungsartikeln, suchen nach Sensationen. Wir finden geschwungene alte Schriften von 1902, die vom beständigen Baubestreben im St. Johannsquartier berichten. 1963 wohnten viele Mitarbeiter der chemischen Industrie im St. Johanns-quartier. Die Arbeitgebenden investierten in Bauten für ihre Ange-stellten.
Weiter lesen wir in einem Bericht über die Befindlichkeit der Bewohner vom St. Johann: Angeblich beklagten sich die Bewohner über den Verkehrslärm, über die stinkenden Abgase der Chemie – Ratten und Ungeziefer bevölkerten das Quartier.
Schaurige Funde werden im folgenden Artikel beschrieben: Die Freilegung eines Armenfriedhofes gibt Schädel und zersägtes Gerippe Preis.

Das Arbeiterviertel mit wenig Grünfläche wandelt sich stetig. Doch die alte Zollhalle selbst bleibt ein Mysterium. Es gibt kaum Dokumente, die ihre Geschichte beschreiben. Es gibt auch kaum Bilder – die Halle scheint nicht zu den beliebten Fotosujets gehört zu haben.

Ratlos wenden wir uns an Herrn Leu. Er führt uns in einen weiteren Raum voller Bücher. Wir sollen breit suchen, rät er uns. Ein Architekturbuch, Basler Jahrbücher und diverse weitere Lektüre durchforsten wir vergeblich. Keine Informationen.
Unverhofft finden wir einen Hinweis. Am 25. November 1897 wurde die Halle verlegt. Die Spur führt uns zu zwei Kartonkisten, in denen die Verlegung der Halle gut dokumentiert ist. Schön haben sie damals geschrieben. Ob es Bilder der Verlegung gibt? Der Herr im Bildarchiv grinst breit. Suchen ohne Finden ermüdet. Wir brauchen einen Plan.

Eingetaucht in die Vergangenheit, führen wir unsere Spurensuche noch eine Weile weiter. Gegen Abend nimmt unser Stöbern doch ein Ende. Trotz der mageren Spuren, welche die Zollhalle in der Geschichte hinterlassen hat, tragen wir eine interessante Beute mit uns: mehrere Pläne, alte Schriften und Fotos der Umgebung der Zollhalle. Durch die schwere Holztüre verlassen wir das Archiv. Draussen schlägt uns die frische Herbstluft entgegen, welche wir genussvoll einatmen.

 
 
             
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